Lansweeper-Alternative: Wann Discovery reicht — und wann Sie etwas anderes brauchen
Wer nach einer Lansweeper-Alternative sucht, hat meistens einen von drei Gründen: Die Rechnung ist mit dem Netz gewachsen statt mit dem Team, das Produkt kann mehr als das eigentliche Problem verlangt, oder die Frage, die täglich auf dem Tisch liegt, lautet gar nicht „Was steht im Netz?", sondern „Wer hat das Gerät, und wann kommt es zurück?".
Dieser Beitrag friert keine Preise ein — die ändern sich, und ein Vergleich, der sie festhält, ist in einem Jahr falsch. Stattdessen geht es um die Struktur: was Lansweeper tut, wonach es abrechnet, und woran Sie erkennen, ob eine Alternative überhaupt das Richtige für Sie ist.
Was Lansweeper ist — und richtig gut kann
Lansweeper gibt es seit 2004, entwickelt von einem belgischen Unternehmen, und es ist im Kern eine Plattform für IT-Discovery und Inventarisierung: Sie durchsucht das Netz und findet, was darin steht. Windows, Linux und macOS, dazu jedes IP-adressierbare Netzwerkgerät. Wahlweise agentenlos über Zugangsdaten oder mit Agent, wobei der Agent für komplexere Umgebungen empfohlen wird.
Das ist keine Kleinigkeit, und es lohnt sich, es deutlich zu sagen: Wenn Sie wissen wollen, was tatsächlich in Ihrem Netz hängt — inklusive Switches, Drucker, OT-Geräte und Cloud-Workloads —, dann ist genau das die Aufgabe, für die Lansweeper gebaut wurde. Es skaliert weit, es findet Dinge, von denen niemand mehr wusste, und es tut das ohne dass jemand vorher eine Liste pflegen musste.
Auch die naheliegende Anschlussfrage beherrscht es: Ein Asset lässt sich mit einem Benutzer, einer AD-Gruppe oder einer OU verknüpfen, mit Beziehungstyp sowie Start- und Enddatum. Wer behauptet, Lansweeper könne nicht festhalten, wem ein Gerät gehört, hat nicht nachgesehen.
Wonach abgerechnet wird — und warum das der eigentliche Punkt ist
Lansweeper rechnet pro Asset ab, nicht pro Benutzer. Der kostenlose Tarif umfasst 100 lizenzierte Assets; darüber hinaus wird weiter gescannt, die zusätzlichen Geräte zeigen aber laut Dokumentation nur noch „grundlegende Details wie Name, Typ und IP-Adresse". Benutzer sind dabei nicht das Limit: Die Dokumentation nennt ausdrücklich „unbegrenzt viele Benutzer, die zu Ihrer Site eingeladen werden".
Entscheidend ist, was als Asset zählt. Die Dokumentation von Lansweeper sagt es wörtlich: „Computers, servers, network devices, OT devices, OT cards, Public Cloud workloads, and manually created assets count toward your limit." Monitore ohne erweiterte Display-Daten zählen nicht mit.
Rechnen Sie das einmal für Ihr Haus durch. Ein Unternehmen mit 80 Mitarbeitenden hat vielleicht 80 Notebooks — aber dazu Switches, Access Points, Drucker, ein paar Server, die Firewall und alles, was sonst noch eine IP hat. Die Zahl, nach der abgerechnet wird, ist nicht die Zahl der Menschen, und sie wächst auch dann, wenn das Team gleich groß bleibt. Für ein Unternehmen mit viel Netz und wenig Personal ist das teuer; für eines mit wenig Netz und vielen Menschen ist es günstig. Das ist kein Vorwurf, sondern ein Modell — es passt zu manchen Häusern und zu anderen nicht.
Die aktuellen Preise stehen auf der Preisseite von Lansweeper. Prüfen Sie sie dort, nicht in einem Blogbeitrag.
Die Frage, die den Unterschied macht
Bevor Sie Werkzeuge vergleichen, beantworten Sie eine Frage: Heißt Ihr Problem Discovery oder Prozess?
Discovery ist: Ich weiß nicht, was alles in meinem Netz steht. Es gibt Schatten-IT, alte Server, Netzwerkgeräte ohne Dokumentation, und ich brauche erst einmal ein vollständiges Bild. Dafür brauchen Sie einen Scanner.
Prozess ist: Ich weiß, welche Geräte wir haben. Was ich nicht sicher weiß, ist, wer das MacBook mit der Seriennummer XY gerade hat, ob es beim Austritt im Juli zurückkam, in welchem Zustand, und welche Lizenzen noch auf einen Menschen laufen, der seit vier Monaten weg ist. Dafür brauchen Sie keinen besseren Scanner, sondern einen belastbaren Ablauf mit Zuständigkeiten und Nachweisen.
Viele Häuser brauchen beides. Aber sie brauchen es selten gleich dringend, und die Reihenfolge entscheidet, wofür Sie zuerst Geld ausgeben.
Was eine Alternative können muss
Statt einer Funktionstabelle, die morgen veraltet ist, die Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten — auch uns:
- Wonach wird abgerechnet? Pro Asset, pro Benutzer, pro Standort? Und was genau zählt dabei mit?
- Wächst der Preis mit dem, was bei Ihnen wächst? Wenn Ihr Netz wächst, Ihr Team aber nicht — oder umgekehrt —, welche der beiden Zahlen steht auf der Rechnung?
- Gibt es einen Zuordnungsdatensatz mit Rückgabedatum? Nicht nur ein Feld „Besitzer", sondern eine Zuweisung mit erwartetem Rückgabetermin, Zustand und Nachweis.
- Was passiert beim Austritt? Gibt es einen Ablauf, oder müssen Sie ihn sich aus Filtern bauen?
- Kommen die Geräte aus dem MDM? Intune, Jamf, Kandji — oder müssen Sie importieren und pflegen?
- Wo liegen die Daten, und gibt es einen AVV? Für ein deutsches Unternehmen ist das keine Fußnote.
- Wie kommen Sie wieder heraus? Export, API, Selbsthosting — was bleibt Ihnen, wenn Sie gehen?
Wo AssetNode anders ist
AssetNode ist kein Netzwerkscanner, und wir tun nicht so, als wäre es einer. Es ist ein System dafür, wem welches Gerät gehört, was das Gerät gekostet hat, wann es zurückkommt und was beim Austritt zu tun ist.
Konkret unterscheiden sich drei Dinge:
Die Abrechnung. Assets sind bei uns in jedem Tarif unbegrenzt — auch im kostenlosen. Begrenzt ist, wie viele Menschen damit arbeiten. Ob Sie 200 oder 20.000 Geräte führen, ändert den Preis nicht, und Ihr Switch kostet nichts.
Die Zuordnung. Ein Zuweisungsdatensatz verbindet Gerät und Mensch, trägt einen erwarteten Rückgabetermin und Notizen, und beim Austritt startet daraus ein Rückgabeablauf, der den Status automatisch fortschreibt. Die Änderungshistorie hält fest, wer wann was getan hat.
Der Datenstandort. Die primäre Cloud läuft bei Hetzner in Deutschland. Wer die Daten lieber ganz selbst hält, kann AssetNode unter der Sustainable Use License kostenlos selbst hosten — mit unbegrenzt vielen Assets und Benutzern.
Die Geräte kommen dabei nicht aus einem Netzwerkscan, sondern aus dem MDM: Intune, Windows Autopilot, Jamf Pro, Jamf School, Kandji und Mosyle synchronisieren nach Zeitplan. Das findet weniger als ein Scanner — es findet genau die Geräte, die jemandem gehören.
Wann Lansweeper die richtige Wahl bleibt
Ein Vergleich, der nur in eine Richtung zeigt, ist keiner. Es gibt Fälle, in denen Sie bei Lansweeper bleiben oder dorthin wechseln sollten:
- Sie müssen OT- und Netzwerkinfrastruktur inventarisieren, nicht nur Endgeräte am Schreibtisch.
- Sie haben keine verlässliche Liste und brauchen zuerst ein vollständiges Bild des Netzes.
- Sie arbeiten in einer großen, verteilten Umgebung mit vielen Standorten und Tausenden Geräten.
- Ihr Bestand ist gerätelastig und personenarm — dann ist eine Abrechnung pro Asset nicht zwangsläufig ungünstig, und Sie sollten nachrechnen statt zu wechseln.
Für einige Häuser ist die richtige Antwort schlicht beides: Discovery für das Netz, ein Asset-System für die Menschen und die Geräte, die ihnen zugeordnet sind.
Wie Sie das ohne Migration herausfinden
Sie müssen nichts abschalten, um es zu vergleichen. Legen Sie einen Arbeitsbereich an, importieren Sie eine XLSX-Datei mit den Geräten, die tatsächlich Menschen zugeordnet sind, und sehen Sie nach, ob der Ablauf zu Ihrem passt. Beim Import gibt es zeilenweise Rückmeldung, und die Beispieldaten lassen sich wieder entfernen.
Der kostenlose Tarif umfasst unbegrenzt viele Assets und fünf Benutzer, ohne Kreditkarte. Was der bezahlte Tarif kostet und was er enthält, steht auf der Tarifübersicht; wenn Sie lieber zuerst einen anderen Vergleich lesen, steht daneben der Vergleich mit Snipe-IT.
Stand der Angaben zu Lansweeper: September 2026, aus der öffentlichen Produktdokumentation des Herstellers. Prüfen Sie Preise und Funktionsumfang vor einer Entscheidung auf den Seiten des Anbieters.